Im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wittibreut fand die Jahresbesprechung der Gefahrguteinheiten des Landkreises Rottal-Inn statt, zu der Fach-Kreisbrandmeister Heiko Schedlbauer eingeladen hatte.
Schedlbauer konnte hierbei Führungskräfte der Feuerwehren Bad Birnbach, Eggenfelden, Kirchdorf am Inn, Pfarrkirchen, Simbach am Inn, Tann, Triftern und Wittibreut, sowie des BRK Kreisverbandes Rottal-Inn begrüßen. Von seitens der Kreisbrandinspektion des Landkreises waren Kreisbrandrat René Lippeck, sowie die Kreisbrandmeister Gerold Bauer, Stefan Niedermeier und Tim Sicklinger anwesenden. Ebenso konnte der Sachgebietsleiter im Landratsamt Rottal-Inn, Patrick Tarnowski, begrüßt werden.
In seinem Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2023 ging Schedlbauer zunächst auf die geleisteten Einsätze ein. Dies waren gesamt 44 an der Zahl. Bei zwei dieser Alarme wurde der gesamte Gefahrgutzug im Rahmen des Alarmstichwortes „Brand ABC/Chemie“ zum Einsatz gerufen. Allerdings konnte in beiden Fällen der Einsatz schnell wieder beendet werden, da ein Eingreifen der Gefahrguteinheiten nicht notwendig war. Den Schwerpunkt in der Einsatzstatistik bildet das Modul Messen und Erkunden, das bei der Feuerwehr Pfarrkirchen stationiert ist. Diese Einheit wird zum Beispiel bei Großbränden (Einsatzstichwort Brand 4) im ganzen Landkreis mitalarmiert. Auch die in Pfarrkirchen stationierte Drohne des Landkreises Rottal-Inn kam im abgelaufenen Jahr bei Personensuchen, mehrfach zum Einsatz. Hervorzuheben ist hierbei die Suche nach einem vermissten Ehepaar im Bereich Simbach am Inn. Mithilfe der eingesetzten Drohnen konnten die Vermissten in ihrer fast aussichtslosen Lage gefunden, und leichtverletzt gerettet werden.
Teileinheiten des Gefahrgutzuges wurden auch zu Gewässerverunreinigungen im Landkreis alarmiert. Hierbei kamen auch teilweise die bei den Feuerwehren stationierten Ölsperren, sowie die Ölwehr des Landkreises zum Einsatz. Besonders zu erwähnen ist hier die Unwetterfront am 15.08.2023 im Bereich Unterdietfurt. Durch die Ölwehr musste an zwei Tagen aus mehreren Kellern Öl-/Wasser-Gemisch abgepumpt werden.
Zu einem überörtlichen Einsatz im Bereich Ortenburg, Landkreis Passau, wurde das Modul Messen und Erkunden gerufen. Hier galt es auch Schadstoffmessungen bei einem massiven Ammoniakaustritt durchzuführen.
F-KBM Schedlbauer selbst wurde im abgelaufenen Jahr zur Beratung der Einsatzleitung bzw. von Fachstellen hinzugerufen.
Die Einsatzkräfte der Gefahrguteinheiten besuchten auch diverse Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen.
Im Landkreis selbst wurden zwei Schulungen zu den Themen Erdgasversorgung und Biogasanlagen durchgeführt.
Besonders zu erwähnen im Bereich Übungen und Ausbildung ist der Übungseinsatz des ABC-Hilfeleistungskontingentes im Landkreis Regensburg im Mai 2023. Hier machte sich eine große, schlagkräftige Truppe auf nach Sünching zum dortigen Werk der Süd-Stärke. Die Kameraden des Landkreises Regensburg hatten ein herausforderndes Übungsszenario vorbereitet, dass es von den Einsatzkräften des Landkreises Rottal-Inn abzuarbeiten galt.
Es handelte sich dabei um den ersten „Einsatz“ eines ABC-Kontingentes in Bayern, weshalb diese Übung auch überregional große Beachtung fand.
Abschließend ging Heiko Schedlbauer in seinem Vortrag auf die geplanten Termine und Neuerungen im Jahr 2024 ein. Er dankte auch den beteiligten Einheiten für ihre geleistete Arbeit und die immer gute Zusammenarbeit.
In einer kurzen Präsentation stellte Sachgebietsleiter Patrick Tarnowski vom Landratsamt die geplanten Beschaffungen für die Gefahrguteinheiten vor. Außerdem ging er auf das mittlerweile weitgehend umgesetzte Fahrzeugkonzept des Landkreises Rottal-Inn ein. Für fachliche Fragen aus der Runde stand er ebenfalls zur Verfügung.
Kreisbrandrat René Lippeck dankte den Kräften des Gefahrgutzuges für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr.