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Neues Einsatzleitfahrzeug für die UG-ÖEL

Seit April 2026 steht dem Katastrophenschutz im Landkreis Rottal-Inn, nach einem mehrjährigen Beschaffungsverfahren, ein neues Einsatzleitfahrzeug zur Verfügung.

Besetzt wird das Fahrzeug im Einsatzfall von Mitgliedern der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL), die bei großen Schadenslagen oder auch im Katastrophenfall den Einsatzleiter vor Ort unterstützt. Das Fahrzeug ersetzt ein mehr als 20 Jahre altes Vorgängerfahrzeug, das sowohl von den räumlichen Möglichkeiten als auch von der technischen Ausstattung in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen eines ELW’s entsprach.

Es wurde festgelegt, ein Einsatzleitfahrzeug zu beschaffen, dass sowohl im Landkreis Rottal-Inn bei größeren Schadenslagen als auch überregional in Katastrophenfällen zum Einsatz kommen kann. Voraussetzung war weiter, dass das Fahrzeug den technischen Richtlinien des Freistaates Bayern für Katastrophenschutzfahrzeuge entspricht.

Mit den ersten Planungen wurde seitens der Feuerwehr bereits im Jahr 2021 begonnen. Nachdem das förderrechtlichen Vorgaben erfüllt waren, folgte 2023 die europaweite Ausschreibung und im Anschluss die Auftragsvergabe für den Einsatzleitwagen (ELW UG-ÖEL). Es entstand ein Arbeitsraum, der vier Funkarbeitsplätze vorsieht sowie ein abgetrennter Geräteraum für die mitzuführende Ausrüstung. Ausgebaut wurde das Fahrzeug von der Firma Compoint aus Forchheim. 

Neben der EDV- und Kommunikationstechnik wird umfangreiche Ausrüstung mitgeführt, um an Einsatzstellen ein möglichst autarkes Arbeiten zu ermöglichen. So gehören auch eine Satellitenanlage und ein Stromerzeuger zur Beladung.

Die Notwendigkeit für ein modernes Einsatzleitfahrzeug hat sich in den letzten Jahren immer wieder bestätigt. Seit der Indienststellung kam der neue ELW UG-ÖEL mit dem Funkrufnamen „Kater Rottal-Inn 12/1“ bereits bei größeren Brandeinsätzen zum Einsatz, unter anderem beim kürzlich ereigneten Brand in einem Recycling-Unternehmen. Nach Indienststellung dauerte es keine vier Stunden, bis das Fahrzeug zu seinem ersten Einsatz alarmiert wurde. Es ist aufgrund der modernen Kommunikationstechnik möglich, vom Modul Messen / Erkunden eingesetzten Drohne direkt auf einen Bildschirm des ELW UG-ÖEL zu übertragen und damit die Arbeit der Einsatzleitung zu erleichtern.

Ebenfalls wurde das Fahrzeug bereits bei einer Störfallübung eingesetzt. Die Aufgabe bestand darin die Örtliche Einsatzleitung einzurichten und den ÖEL zu unterstützen.

 

11-04-2026 - Strahlenschutzübung im Kernkraftwerk Isar

Am 11.04.2026 führte der Gefahrgutzug (GFG) des Landkreises Rottal-Inn eine besondere Fortbildungsmaßnahme im Bereich Strahlenschutz durch. Ziel der Übung war das Kernkraftwerk Isar im benachbarten Landkreis Landshut. Die Führung lag in den Händen von Heiko Schedlbauer, Fach-Kreisbrandmeister (F-KBM) für Gefahrgut. Nach dem Eintreffen am Treffpunkt in Eggenfelden und einer kurzen Begrüßung machte sich der Zug gemeinsam auf den Weg zum Kernkraftwerk. Vor Ort erhielten die Teilnehmer durch den Leiter der Werkfeuerwehr, Alexander Kiesel, eine umfassende Einweisung in die geltenden Sicherheits- und Verhaltensregeln. Anschließend folgte ein fachlich fundierter und praxisnaher Vortrag über radioaktive Strahlung sowie deren Handhabung im Einsatz. Unter der Leitung von Strahlenschutztechniker Günther Kleiner vertieften die Eisatzkräfte zunächst ihr Wissen über moderne Messgeräte und Grundlagen im Strahlenschutzeinsatz. 
Im weiteren Verlauf wurde das Gelände im Rahmen einer Führung erkundet, bevor der praktische Übungsteil begann. An der Übungshalle angekommen, erfolgte die Einweisung in das Szenario durch die Mitarbeiter vor Ort. 
Wie bereits im Vorfeld mehrfach trainiert, richteten die Einsatzkräfte einen Gefahrenbereich ein und bauten – unter Federführung der Feuerwehren Triftern und Wittibreut – einen Kontaminationsnachweisplatz auf. Ausgerüstet mit speziellen Messgeräten und entsprechender Schutzkleidung gingen mehrere Trupps in die Halle vor, um Messungen an Behältern mit schwach radioaktiven Stoffen durchzuführen. Währenddessen wurden sie kontinuierlich durch Ausbilder begleitet und erhielten wertvolle Hinweise zur richtigen Anwendung der Messtechnik.
An der Schulung nahmen die Feuerwehren Tann, Kirchdorf, Eggenfelden, Pfarrkirchen, Bad Birnbach, Triftern, Wittibreut sowie das BRK aus Gangkofen teil.Nach Abschluss der Messungen verließen die Trupps den Gefahrenbereich über den eingerichteten Kontrollpunkt, wo eine Überprüfung auf mögliche Kontamination erfolgte.

In der abschließenden Nachbesprechung wurde der Ausbildungstag durchweg positiv bewertet. Besonders hervorgehoben wurde die große Bedeutung solcher praxisnahen Übungen für den sicheren Umgang mit radioaktiven Stoffen im Einsatzdienst.

30-03-2026 - Erneuter Amtshilfe-Einsatz wegen Tierseuche Newcastle im Bereich Gangkofen

Im Rahmen der Amtshilfe wurden Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges (GFG-Zug) des Landkreises Rottal-Inn zu einem Betrieb im Bereich Gangkofen alarmiert. Es handelte sich bereits um den zweiten Einsatz in diesem Bereich im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Tierseuche Newcastle, weshalb erneut umfangreiche Maßnahmen zum Schutz von

Im Einsatz waren mehrere Spezialeinheiten des Gefahrgutzuges. Die Führungsunterstützungseinheit aus Tann unterstützte die Einsatzleitung bei der Koordination der Maßnahmen. Vor Ort befand sich zudem der Abrollbehälter Besprechung, welcher als Führungs- und Lagebesprechungsraum genutzt wurde. Die Dekontaminationseinheit aus Triftern stellte eine Dekonschleuse zur Reinigung und Sicherung der eingesetzten Kräfte bereit. Für Messaufgaben kam der CBRN-Erkunder aus Pfarrkirchen zum Einsatz.

Als Sicherungseinheit waren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Gangkofen und Massing vor Ort, die unter anderem Sicherungstrupps stellten. Ebenfalls an der Einsatzstelle vertreten waren Einheiten der Polizei sowie ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes zur medizinischen Absicherung der Einsatzkräfte.

Zu den durchgeführten Maßnahmen gehörten das Bereitstellen von Sicherungstrupps, der Aufbau und Betrieb einer Dekontaminationsschleuse sowie kontinuierliche Messungen an verschiedenen Messpunkten.

Im betroffenen Betrieb mussten im Zuge der tierseuchenrechtlichen Maßnahmen rund 77.000 Masthähnchen gekeult werden. Der Einsatz erstreckte sich über eine Dauer von etwa zweieinhalb Tagen. Die eingesetzten Kräfte unterstützten hierbei insbesondere bei der Absicherung, Überwachung und bei Schutzmaßnahmen im Umfeld der Einsatzstelle.

 

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Montag, Mai 11, 2026