16-03-2026 - Amtshilfe-Einsatz wegen Tierseuche Newcastle im Bereich Gangkofen
Im Rahmen der Amtshilfe wurden Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges (GFG-Zug) des Landkreises Rottal-Inn zu einem Betrieb im Bereich Gangkofen alarmiert. Hintergrund des Einsatzes war der Ausbruch der Tierseuche Newcastle, weshalb umfangreiche Maßnahmen zum Schutz von Einsatzkräften und Umfeld während der Keulungsmaßnahmen erforderlich waren.
Die Gesamteinsatzleitung lag bei Kreisbrandinspektor Andreas Maurer. Die Abschnittsleitung „Messen“ und Dekontamination übernahm Fach-Kreisbrandmeister Heiko Schedlbauer.
Mehrere Einheiten mit unterschiedlichen Fähigkeiten waren im Einsatz. Die Führungsunterstützungseinheit aus Tann unterstützte die Einsatzleitung bei der Koordination der Maßnahmen und führte die Lagedokumentation. Vor Ort befand sich zudem der Abrollbehälter Besprechung, welcher als Führungs- und Lagebesprechungsraum genutzt wurde. Die Dekontaminationseinheit aus Triftern stellte eine Dekontaminationsschleuse zur Reinigung und Sicherung der eingesetzten Kräfte im Falle eines nötigen Einsatzes bereit. Für Messaufgaben kam der CBRN-Erkunder aus Pfarrkirchen zum Einsatz.
Als Sicherungseinheit waren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Gangkofen vor Ort, die unter anderem Sicherungstrupps unter schwerem Atemschutz bereitstellten und die Einsatzmaßnahmen unterstützten. Ebenfalls an der Einsatzstelle vertreten waren Einheiten der Polizei sowie ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes zur medizinischen Absicherung der Einsatzkräfte. Zudem machte sich Kreisbrandmeister Tobias Ertl ein Bild von der Lage vor Ort.
Die wichtigsten Aufgaben der eingesetzten Einheiten waren das Bereitstellen von Sicherungstrupps, der Aufbau und Betrieb einer Dekontaminationsschleuse sowie kontinuierliche Messungen an verschiedenen Messpunkten. Darüber hinaus wurde das Betriebsgelände fortlaufend mit entsprechenden Messgeräten überwacht.
Im betroffenen Betrieb mussten im Zuge der behördlich angeordneten Maßnahmen rund 60.000 Masthähnchen getötet werden. Die eingesetzten Kräfte unterstützten hierbei insbesondere bei der Absicherung, Überwachung und bei Schutzmaßnahmen im Umfeld der Einsatzstelle.
Der Einsatz konnte nach Abschluss der Maßnahmen und ohne besondere Vorkommnisse beendet werden.

Der Einsatzleitwagen ELW 1 übernimmt eine zentrale Rolle in der Führungsarbeit des Ölwehrkontingents. Als mobiles Führungs-, Kommunikations- und Dokumentationszentrum ermöglicht er eine strukturierte Einsatzleitung vor Ort. Dank seiner technischen Ausstattung ist das Ölwehrkontingent in der Lage, bis zu 72 Stunden autark zu arbeiten.
Zusammenarbeit in Zeiten zunehmender und komplexer Schadensereignisse. Die Organisation und Moderation des Abends lag in den Händen von Fach-Kreisbrandmeister Heiko Schedlbauer, der durch das Programm führte und die Referentinnen und Referenten vorstellte.
Rosenheim. In ihrem Vortrag beleuchtete sie die besonderen Gefahren und Herausforderungen bei Bränden in Ställen, die aufgrund der Größe der Gebäude und der oft hohen Tierzahlen eine enorme Dynamik entwickeln können. Sie erläuterte praxisnah, wie eine frühzeitige Risikobewertung, geeignete Stallkonzepte und das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Landwirten zu einer effizienten Schadensbegrenzung beitragen können.
Städte und Gemeinden müssen auf zunehmende Belastungen durch Starkregen, Hochwasser reagieren. Es wurde aufgezeigt, welche infrastrukturellen und organisatorischen Weichenstellungen notwendig sind, um im Ereignisfall handlungsfähig zu bleiben. Besonders hob er die enge Abstimmung zwischen Kommune, Feuerwehr und weiteren Hilfsorganisationen hervor, die eine erfolgreiche Schadensbewältigung überhaupt erst ermöglichen.
Arbeitskreises Waldbrand im Deutschen Feuerwehrverband und Leiter der Expertenkommission "Dynamische Schadenslage" der VFDB. In seinem Beitrag "Dynamische Schadenslagen - vom Starkregen bis zum Vegetationsbrand" analysierte er eindrucksvoll die veränderte Einsatzrealität der Feuerwehren. Anhand aktueller Entwicklungen, statistischer Daten und Einsatzerfahrungen zeigte er auf, wie stark Extremwetterereignisse in den letzten Jahren zugenommen haben und welche Anforderungen daraus an Ausbildung, Ausrüstung und taktisches Vorgehen entstehen. Cimolino betonte, dass Feuerwehren künftig noch stärker interdisziplinär arbeiten und flexibel auf schnell eskalierende Situationen reagieren müssen.
die technische Schlagkraft des Landkreises im Bereich Gefahrguterkennung und Katastrophenschutz erheblich stärken. Viele der anwesenden Einsatzkräfte nutzten die Gelegenheit, die Fahrzeuge und ihre Ausrüstung aus nächster Nähe zu begutachten und sich über deren Einsatzmöglichkeiten zu informieren. 