05-11-2022_Erstübung Landkreiskontingent
Am 05.11.2022 gegen 13 Uhr fand im Bereich Lugenz im Markt Bad Birnbach eine Großübung statt. Angenommen war ein Waldbrand im Waldstück Lugenz.
Mit dem Stichwort B-Wald wurden die ersten Kräfte in das Übungsgebiet alarmiert. Da sich das Gebiet an der Grenze zum Landkreis Passau befindet, nahmen auch zahlreiche Einsatzkräfte von dort teil.
Im weiteren Verlauf der Übung wurde das Modul Pendelverkehr und kurze Zeit später das Modul Wasserförderung nachalarmiert. Um weitere Kräfte vor Ort zu haben und auch die Gebietsabsicherung nicht zu vernachlässigen, entschied man sich zur Nachforderung eines internen Kontingents aus dem Landkreis Rottal-Inn.
Nach den Ereignissen 2016 entschied man sich, solche „Züge“ / „interne Kontingente“ aufzustellen. Der Landkreis Rottal-Inn ist in vier Inspektionsbereiche aufgeteilt. In jedem dieser Bereiche stehen vier Kontingente zur Verfügung. Jede Feuerwehr wurde einmal verplant. Jedes Kontingent ist gleich aufgestellt, es besteht aus einem Kontingentführer mit Stellvertreter und einer Führungsunterstützung. Dazu kommen zwei Züge mit Personal und Gerätschaften. Die Kontingente müssen nicht zwangsläufig der Nummer nach abgerufen werden, es wird darauf geachtet, von welchem Zug alle Einheiten noch zur Verfügung stehen. Die Anforderung einer solchen Einheit erfolgt über Mitglieder der Kreisbrandinspektion oder der Kreiseinsatzzentrale. 
Bei dieser Übung fand die erste Übung eines solchen Kontingentes statt. Es nahm das Kontingent 4/4 daran teil. Die beteiligten Einheiten sammelten sich im Bereitstellungsraum Parkplatz Gerner Dult. Anschließend verlegten sie geschlossen in das Übungsgebiet. Geleitet wurde das interne Kontingent vom KBI Andreas Maurer und KBM Jürgen Sommer. Die Aufgabe bestand darin, vor Ort eine zweite Förderleitung zu erstellen, diese hatte eine Länge von ca. 2 Kilometern und musste an Waldwegen verlegt werden.
F-KBM Heiko Schedlbauer, verantwortlich für die Planung dieser Einheiten, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf und der Durchführung dieser Erstübung.
Regenmengen bis zu 75 Liter innerhalb von 40 Minuten waren zu verzeichnen. Auch Hagelschauer waren in weiten Teilen verbreitet. Durch die Mengen wurden viele Straßenzüge der Gemeinde Unterdietfurt überflutet.
Nach Anmeldung in der zuständigen AFS wurden sämtliche Fahrzeuge zum Bereitstellungsraum, Dorfplatz Unterdietfurt, beordert. Dort wurden sie von Fach-Kreisbrandmeister 1/3 in Empfang genommen und es wurden die ersten Aufträge verteilt. Es waren sämtliche Kräfte im Einsatz, teilweise sogar mehrfach. Manche Feuerwehren wurden auch noch nach Massing beordert.