Friedenslichtübergabe 2006


       
     
 
     
 
 

Ein Zeichen der Hoffnung

Friedenslicht aus Bethlehem an Feuerwehrjugend übergeben

Simbach (rs). „In einer Zeit der Zukunftsangst ist dieses Licht für viele ein Zeichen der Hoffnung und Zuversicht“, so Dekan Monsignore Alois Messerer. Er segnete mit dem Braunauer Dechant Monsignore Stefan Hofer das Friedenslicht aus Bethlehem, das die Jugendfeuerwehr aus dem Bezirk Braunau an ihre bayerischen Kollegen überbrachte.
Um den Nachwuchs bei den Feuerwehren diesseits und jenseits des Inns braucht einem nicht bange zu sein. Mehrere hundert junge Frauen und Männer in ihren Uniformen bevölkerten den Simbacher Kirchenplatz. Aus dem Landkreis waren nicht weniger als 21 Wehren gekommen, von Gangkofen und Mitterskirchen bis Bad Birnbach, von Hirschhorn oder Schönau bis Julbach, dazu die drei „Stadtfeuerwehren“ Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach. Von oberösterreichischer Seite waren es mindestens zwölf Wehren.
Mit dabei die Feuerwehrführung: Kreisbrandrat Hans Wild, die Kreisbrandinspektoren Georg Hochholzer und Hans Prex sowie mehrere Kreisbrandmeister. Auch Kreisbrandrat a. D. Josef Wimmer war in „Galauniform“ erschienen. Von österreichischer Seite war die Feuerwehrführung mit Bezirkskommandant Alois Wengler an der Spitze vertreten.
Ein imposanter Anblick bot sich den Besuchern, als die Jungfeuerwehrler mit ihren Laternen unter Orgelklängen von Regionalkantor Stephan Thinnes in die Kirche einzogen. Jedes Jahr würden es mehr, so Monsignore Messerer, die diesen großartigen Brauch pflegten.
Der Kreisjugendwart des Landkreises, Martin Hafeneder, und österreichischer Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Wengler begrüßten die Jugendwehren. Vor 20 Jahren sei in Linz die Idee entstanden, das Licht von Bethlehem unter die Menschen zu tragen, so Wengler. Inzwischen werde dieser Brauch in 25 Ländern auf der ganzen Welt vollzogen. Auch diesmal sei das Licht in Linz abgeholt worden. Es solle „ein Zeichen der Freundschaft und guten Kameradschaft sowie dafür sein, dass wir uns für den Frieden einsetzen.“
Im Namen der Stadt Simbach und des Landkreises hieß Bürgermeister Richard Findl die Teilnehmer willkommen und dankte ihnen, dass sie es von „kleinen Anfängen“ vor Jahren bis zur heutigen großen Veranstaltung geschafft hätten. In Ermangelung von „Lichtgestalten“ in der heutigen Zeit bemerkte Findl: „Ich möchte behaupten, Ihr seid Lichtgestalten, Ihr stellt die eigenen Interessen in den Hintergrund und praktiziert gegenseitiges Helfen. Ihr schafft es, die Menschen unserer Zeit aufzurütteln für das, was wir uns alle wünschen - Frieden.“
Die Zeremonie der Lichtübergabe begann mit dem Entzünden der Friedenskerze am Altar durch die beiden Geistlichen. Viele Kirchenbesucher nahmen das Licht in ihren Laternen mit nach Hause, um es an die Mitmenschen weiterzugeben.